Was Sie auf dieser Seite lesen:
- – DEICHMANN-Stiftung hilft, Hunger zu verstehen und zu beseitigen
- – Was verursacht Hunger in Kinakoni? Welche Folgen hat Hunger?
- – Was sind mögliche Langzeitfolgen von Hunger und schlechten Ernten?
- – Welche Ideen zur Hilfe gibt es bereits?
- – Warum unterstützt die DEICHMANN-Stiftung das Projekt?
- – Wenn Sie bei dieser Arbeit helfen möchten
DEICHMANN-Stiftung hilft, Hunger zu verstehen und zu beseitigen

© Stern
Im ostafrikanischen Kenia wollen die Bewohner des Dorfes Kinakoni Lösungen finden, die ihnen dauerhaft helfen, Hunger zu besiegen. In den kommenden drei Jahren läuft das Projekt, das vom deutschen Magazin „stern“ und der Hilfsorganisation Welthungerhilfe begleitet wird. Das Besondere daran: Dorfbewohner und Unternehmer aus der Hauptstadt Nairobi wollen gemeinsam Ideen entwickeln, die in anderen Regionen des Landes, vielleicht des Kontinents, helfen. Denn während es auf dem Land an Vielem fehlt, boomt in Kenias Hauptstadt die Gründerszene mit erfolgreichen Geschäftsideen. Ideen und Lösungen für ein drängendes Problem sind also bereits da. Die Partner aus Deutschland möchten die Beteiligten vor allem zusammenbringen, den Erfolg auswerten und das Gelernte in anderen Regionen ebenfalls anwenden. „Das ist ein Ansatz, den die DEICHMANN-Stiftung aus vielerlei Gründen für erfolgversprechend hält. Er berücksichtigt in besonderem Maße das Potenzial und Know-how der Menschen, die Unterstützung benötigen. Und er beteiligt sie, nimmt sie selbst in die Verantwortung“, sagt Jakob Adolf, Projektkoordinator der DEICHMANN-Stiftung.
Was verursacht Hunger in Kinakoni? Welche Folgen hat Hunger?

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Seit Jahren leben die rund 5.000 Menschen in Kinakoni mit Wasserknappheit. Die Folgen sind dramatisch. Ern-ten fallen schlecht aus. „Wir essen nur noch abends eine Mahlzeit. Am Morgen gibt es Tee. Mittags nichts“, sagt ein Bauer. Die wenige Nahrung, die er hat, ist sehr einseitig. Seine Leistungsfähigkeit lässt nach – sowohl körperlich als auch geistig. Der Teufelskreis aus Wassermangel, schlechteren Ernten und Hunger hat verheerende Folgen. Auf lange Sicht ist der ganze Körper betroffen – wer monatelang hungert, erholt sich über Jahre nicht.
Noch schlimmer wirkt sich Hunger bei Kindern aus. Kurzfristig bringen sie schlechtere Leistungen in der Schule, wenn ständig der Magen knurrt. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, wenn der Magen leer ist. (Auf dem Foto: Ein Ehepaar auf seinem Feld, das auch in diesem Jahr nur wenig Ertrag bringt.)
Was sind mögliche Langzeitfolgen von Hunger und schlechten Ernten?

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Schlechte Ernten haben langfristig weitreichende Folgen.
Ein Beispiel: Jeremiah, ein 19 Jahre junger Mann, kann die weiterführende Schule nicht dauerhaft besuchen. Seine Mutter verdient mit dem Verkauf der Feldfrüchte nicht genug, um die Schulgebühr zu zahlen. Da hilft es auch nichts, dass er mit Abstand der Jahrgangsbeste ist.
Bei Kindern verzögert sich durch chronische Unterernährung die natürliche Entwicklung, oder läuft erst gar nicht richtig ab. So entstehen Schäden an Körper und Geist, die sich später kaum aufholen lassen.
Welche Ideen zur Hilfe gibt es bereits?

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Eine erste technische Idee, Ernten zu steigern, hat ein Start-up aus Nairobi. Es entwickelt Drohnen, die Felder vermessen. Die Fluggeräte sollen in Kinakoni die besten Anbauflächen für Gemüse oder Früchte finden.
Sozusagen als „Erste Hilfe“ hat sich die Dorfgemeinschaft jedoch darauf geeinigt, die Wasserversorgung zu verbessern. Deshalb bauen die Menschen nun gemeinsam Regenrückhaltebecken. Die sollen Wasser speichern, das in der Regenzeit fällt. In den trockenen Monaten sorgt es dann dafür, dass Felder bewässert und Vieh getränkt werden kann